#38 „kleiner“ Abstecher in Reiseland Nummer 3

#38 „kleiner“ Abstecher in Reiseland Nummer 3

Kleiner Ausflug in Reiseland Nr. 3...

Nachdem wir eine Woche auf Caye Caulker geschnorchelt, Seepferdchen beobachtet und entspannt haben, sind wir wieder zurück nach San Ignacio gefahren. Stimmt wir kamen doch eigentlich aus San Ignacio bevor wir auf die Insel gefahren sind! Warum wir wieder hier sind? Ganz einfach, San Ignacio liegt nah an unserem nächsten Ziel und die netten Inhaber der Unterkunft können uns super Tipps geben, wie wir am besten zu der Grenze kommen und auch auf der anderen Seite an ein Colectivo kommen und nicht in ein teures Taxi steigen müssen! Wir finden das klingt perfekt und so freuten wir uns sehr als wir wieder in San Ignacio ankamen.

Am nächsten Tag ging es auch schon los. Wir nahmen ein Taxi zur Grenze, bekamen ein Ausreisestempel nachdem wir die Gebühr bezahlten, füllten einen Zettel aus, gingen ohne Kontrollen durch und waren in….

…GUATEMALA! 🙂

Es war nix los an diesem Grenzübergang und es war super einfach. Alle waren ganz entspannt und wir waren die einzigen Touristen. Auf der guatemaltekischen Seite wurde uns natürlich gleich ein Taxi angeboten, oder Geld zu wechseln oder noch besser beides! Wir lehnten alles ab denn ein paar Quetzales hatten wir noch auf der anderen Seite gewechselt. Wir gingen einfach immer weiter der Beschreibung unserer vorherigen Vermieterin (Rose) nach und fanden dann auch die Colectivos.

So saßen wir ca. 20 Minuten später im Colectivo. Leider waren wir und eine Frau mit ihrer kleinen Tochter die einzigen und so fuhren wir noch etwas durch die Stadt um mehr Leute zu finden, bis wir dann endlich nach Santa Elena starteten. Ungefähr 1,5 Stunden später stiegen wir in Santa Elena aus, suchten einen Geldautomaten um Quetzales zu holen, kauften Wasser und etwas zu Essen und fuhren dann mit einem weiteren Colectivo zu unserem Ziel Tikal.
In Santa Elena mussten wir zu einem bestimmten Platz von wo aus richtig viele Colectivos starteten. Es war eine enge Straße die zu einem kleinen Platz führte und eine weitere Straße die in die andere Richtung führte. Dieser Ort ist an allen Seiten mit Verkaufsständen gesäumt die auf kleinstem Raum unglaublich viele Dinge anboten. Hier hielten so viele Colectivos wie möglich und das ist etwas was sie in Guatemala richtig gut können. Den Platz ausnutzen auch wenn es keinen gibt.

Um jedes Colectivo herum streckten mehrere Menschen gleichzeitig ihre Köpfe und Waren durch die Autofenster um Essen, Trinken, Früchte oder getrocknete Bananen anzubieten. Jeder holt sich was und dann wenn das Colectivo wirklich voll ist geht es los. Manchmal passiert es das alle Sitze belegt sind dann holt der Fahrer noch kleine Hocker heraus die genau zwischen die Sitze in den „Gang“ passen und dann sind diese 20 cm ein weitere Sitzplatz. So passiert es fast immer das sich in einem kleinen Van mit (in Deutschland) 12 Sitzplätzen auf einmal 21 Menschen quetschen. Gepäck wird auf dem Dach verstaut, damit bloß kein Sitzplatz oder Platz der zu einem Sitzplatz werden könnte verschwendet wird. Der Geruch der vielen verschiedenen Menschen und Essen vermischt sich und manchmal werden sogar die Plastikteller mit Frischhaltefolie wo zuvor noch das Essen drauf war anschließend einfach aus dem Fenster geworfen. Umweltbewusstsein sind wir nicht begegnet. Für die fettigen Finger nach den Hühnchenteilen gibt es ja die Hose und ich fragte mich ob ich vielleicht ab heute für immer Vegetarierin werden sollte oder ob der komische Geruch in meiner Nase auch jemals wieder weg geht.

Nach ca. einer Stunde als die ersten Leute an verschiedenen Stellen ausstiegen hatte man mehr Platz und der Geruch wurde besser. Ich fragte mich ob man sich an so etwas gewöhnen könnte und ob ich mich daran überhaupt gewöhnen möchte, beschloss aber auch weitere Fahrten abzuwarten.

Unser erstes Colectivo mit nur ca. 10 Personen hielt nach einer Stunde am Eingang des Tikal Nationalparks an und wir kauften unsere Tickets. Wir waren der Meinung wir könnten die Tickets für den nächsten Tag und den Guide mit Kreditkarte bezahlen was aber leider nicht ging. Wirklich? So ein Mist! Wir haben dem Herren am Ticket Schalter und dem Guide unser gesamtes Geld gegeben (was zum Glück genau reichte) und der Guide machte einen super Deal mit dem Colectivo Fahrer. Hätte der Guide es nicht gemacht, hätten wir nur die Tageskarte gekauft die man ohne Guide machen kann. Für die Sonnenuntergangstour muss man einen Guide buchen. Wir fragten uns warum man noch einen braucht, wenn wir doch schon den ganzen Tag alleine in Tikal verbracht haben! Also einen Guide nur für den Sonnenuntergang? (Am Ende waren wir sehr froh einen zu haben, aber warum das erschließt sich einem erst zum Schluß)! Also war der Deal: Wir buchten was wir wollten (also ein Tagesticket und die Sonnenuntergangstour mit Guide) und da das Geld für das Colectivo fehlte mit dem wir gerade fuhren, zahlte die 60 Quetzales der Guide und wir verabredeten uns mit dem selben Colectivofahrer für den Rückweg der uns dann bis zum Geldautomaten bringen sollte, damit wir dem Fahrer das Geld für den Guide mitgeben könnten. Alles klar! Klingt Kompliziert aber so bekommt jeder was er möchte. Die Herren ihr Geld und wir beide Tickets mit Sonnenuntergang!

Wir kamen also in Tikal an und bezogen unser Zelt auf dem kleinen Campingplatz des Hotels (welches uns viel zu teuer war, das einfachste Zimmer sollte dreimal so viel kosten wie das Zelt und das hat schon 13 Euro pro Person pro Nacht gekostet). Ja Andrea war campen….
…reicht dann jetzt auch wieder für eine sehr lange Zeit aber wir wollten unbedingt früh in Tikal sein! Was tut man nicht alles für die Chance ein paar Tiere zu sehen….. Und Andrea bereut es überhaupt nicht!
Im Hotel konnten wir mit Kreditkarte zahlen was wir aber vorher diesmal sicher wussten. Also konnten wir auf jeden Fall zu Abend essen und Wasser hatten wir ja vorher schon in Santa Elena gekauft! Also ist alles gut gegangen!

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