#37 Caye Caulker und Goff´s Caye

#37 Caye Caulker und Goff´s Caye

Caye Caulker

Am 03.Februar sind wir morgens in San Ignacio noch schnell zur Post gegangen und haben ein Paket nach Deutschland geschickt (was viel günstiger war als gedacht im Vergleich zu den Preisen in Mexiko).

Wir fuhren wieder mit dem Bus nach Belize City wo wir dieses mal extra mit „San Pedro Express Water-Taxi“ auf die Insel Caye Caulker gefahren sind, da wir dachten es sei günstiger als die Fahrt mit Ocean Ferry. Für die kürzere Fahrt nach Caye Caulker bezahlten wir aber genau so viel wie für die längere Fahrt nach San Pedro. Also würden wir in Zukunft Ocean Ferry bevorzugen. Die Fähren sind zwar etwas kleiner sowie enger und die Abfahrtshalle ist nicht so groß wie die von „San Pedro Water-Taxi“, allerdings haben wir uns trotzdem sehr wohl gefühlt und haben es genossen beim Ein- und Aussteigen nicht an Essensstände, Restaurantes und Souvenirläden vorbeigehen zu müssen, deren Mitarbeiter einen mit allem Eifer und Engagement versuchen zum Einkehren oder Einkaufen zu bewegen.

Nach einer Stunde Bootsfahrt erreichten wir den Anleger in Caye Caulker, konnten unser Gepäck am Ausgang abholen und hatten nur eine kurze Strecke zu unserer Unterkunft zu laufen. Caye Caulker ist eine kleine Insel, eine der bekanntesten Inseln und die, welche bevorzugt von Backpackern und jungen Leuten ausgewählt wird. Die Menschen hier suchen Entspannung und eine tolle Zeit am Meer auf einer Insel auf der alles sehr locker zu geht. Nach dem Hurrikane im Jahre 1961 wurde die Insel in zwei Teile geteilt und dieser Graben wird „The Split“ genannt. Am Split findet man heute ein Volleyballnetz, Liegestühle und eine Bar. In dieser Bar kann man nicht nur zu Essen oder Trinken bestellen, sondern es gibt auch laute Musik, die Möglichkeit an Wetttrinken teilzunehmen oder Kajaks bzw. Kanus auszuleihen. Wir gingen also schnell dort vorbei, machten ein paar Fotos (die andere Seite ist wenig bebaut und sehr natürlich) und gingen dann wieder zurück.

Zum Glück ist Caye Caulker nur ca 8 Km lang und 2 Km breit und so kann man einfach auf der anderen Seite zurück schlendern. Obwohl wenn wir ehrlich sein sollen, sind wir einfach gleich wieder an unseren Lieblingsort zurückgekehrt. 😉

Unser Lieblingsort auf Caye Caulker

Unser Lieblingsort auf Caye Caulker (wenn wir nicht gerade unter Wasser schnorcheln waren) war das Seahorse Habitat am Dock des Iguana Reef Inn Hotels. Hier wurde mit Netzen und einigen Möglichkeiten zum verstecken ein natürlicher Lebensraum für Seepferde geschaffen. Bei unserem ersten Besuch (damals noch mit einer Tour von San Pedro aus) hatten wir leider keinen Erfolg, denn wir sahen nicht ein einziges Seepferdchen. Jedoch immer wenn wir im Zuge unseres Caye Caulker Aufenthaltes hierher kamen, haben wir mindestens drei Seepferdchen gesehen. Manchmal hatten wir Glück und konnten sogar noch zusätzlich ein ganz kleines sehen oder einen sehr gefräßigen Krebs! 🙂 Es war klasse! Ständig kommen kleine Touren her die mal einen Blick riskieren und dann aber auch nach ein paar Minuten wieder weiterziehen.

Die Seepferdchen sind ja so süß! Andrea hätte ihnen Stunden lang zusehen können aber das ging nicht, denn in der Sonne wäre sie sonst verbrutzelt. 😉

Und was noch richtig schön war, war das direkt nebenan auf dem Dock sehr viele Pelikane waren. Und ich meine wirklich sehr viele! Manchmal kann es einem auch passieren das wenn man sich ans Wasser in einen gemütlichen Stuhl setzen möchte da schon ein Pelikan darauf sitzt. Warum erfuhren wir als wir lasen das sie hier wohl gelegentlich gefüttert werden und genau so konnten wir es auch am folgenden Tag beobachten. Jemand vom Hotel brachte also Fisch für die Pelikane und sofort wurde es noch voller (ja erstaunlicherweise ging es noch voller). 🙂

Es ist ja ganz schön diese tollen Tiere mal von ganz Nah sehen zu können und auch ein Foto machen zu können aber wenn sie dafür angefüttert werden und dann Menschen ganz nah an sich rankommen lassen oder auf deren Stühlen sitzten, finden wir das nicht so gut und schon garnicht natürlich. Ausserdem ist es nicht so das man sonst keine Pelikane auf Caye Caulker sehen könnte, denn sie sind immer da. 😉

Wir haben schon sehr viele Pelikane auf einmal gesehen, wie sie sich SELBER ihr Futter aus dem Meer geholt haben und das in großer Anzahl. Diese Begegnung mit den Tieren war klasse und wenn ihr Interesse habt, schaut dazu einfach unseren Beitrag von Playa Balandra in Mexiko an.

Wir haben zwar immer mal wieder bei den Seepferdchen vorbeigeschaut aber waren auch Schnorcheln was ja für uns der Hauptgrund war nach Caye Caulker zu kommen.

Uns wurde ein super Tourenanbieter namens Reef Friendly Tours empfohlen und wir waren sehr begeistert. Nicht nur begeistert weil sie die Tiere nicht fütterten um sie anzulocken, sondern auch weil die Guides einfach klasse waren. Und wir haben trotzdem einige Tiere gesehen. 🙂

Goff´s Caye

Wir machten einen Schnorchelausflug zur kleinen Insel Goff´s Caye. Diese Insel war leider etwas weiter weg (ca 1,5 Stunden mit dem Boot) aber dafür sind wir an einem Naturschutzgebiet für Manatees vorbeigekommen und der Guide hat sich richtig viel Zeit genommen, sodass wir wirklich ein Manatee sehen konnten. Bei einer extra dafür ausgeschriebenen Manatee Snorkeling Tour eine Woche zuvor auf San Pedro hatten wir kein Glück (aber einen tollen Schnorchelausflug). Hier waren wir in dem Schutzgebiet weshalb das Schnorcheln bzw. Schwimmen untersagt war. Aber dafür sagte der Guide sind hier auf jeden Fall welche man müsste sie halt nur sehen bzw. finden.

Manatees sind Seekühe die sich vegetarisch ernähren, mit den Elefanten verwandt und Säugetiere sind. Sie können je nach Art zwischen 2,5 und 4 Metern lang werden und zwischen 250 bis 1500 Kilo wiegen. Seekühe leben nur im Wasser (meist in flachem Wasser) und kommen ca. alle 6 Minuten an die Oberfläche zum Luft holen. Sie können allerdings auch länger (bis zu 20 Minuten) tauchen. Die Seekühe haben nur wenig natürliche Feinde wie große Haie, Schwertwale, Krokodile und natürlich den Menschen. Sie werden nicht nur von Menschen gejagt sondern haben leider sehr oft ein Zusammentreffen mit Motoren von Booten was ein häufiges Problem für die Tiere darstellt. Heutzutage sind sie sehr selten geworden und gehören zu den bedrohten Tierarten. Es gibt nur noch drei verschiedene Arten der Seekühe, eine andere Art ist schon im 18. Jahrhundert ausgestorben.

Wir sahen ein Manatee und konnten den Rücken und einmal die Schnautze sehen was allerdings so schnell ging das wir keine Chance hatten das auf ein Foto zu bekommen.

Allerdings kamen nach einigen Minuten noch eine Gruppe Delfine vorbei welche etwas mehr Lust hatten für unsere Fotos zu posieren und so hatten wir bei ihnen Erfolg. In Panama hatten wir damals auch schon das Glück Delfine beobachten zu können allerdings waren wir da nicht so erfolgreich mit den Fotos.

Dann nach ca. 1,5 Stunden Fahrt und all den Stops kamen wir auf der kleinen Insel Goff´s Caye an. Nun hatten wir Zeit zu entspannen, Fotos zu machen, schwimmen zu gehen oder uns zu Sonnen. Wir entschieden uns für Fotos machen und natürlich für im Schatten entspannen. Die Guides bereiteten frisch Ceviche für uns vor (Andrea bekam eine Variante ohne Meeresfrüchte) und nach diesem kleinen Snack gingen wir schnorcheln. Das Meer war sehr aufgewühlt und die Wellen sehr kräftig sodass sich ein paar Leute nicht ganz so wohl fühlten. Leider war natürlich auch die Sicht durch den aufgewühlten Sand nicht so toll aber wir konnten trotzdem ein paar Fische sehen, die wie wir von den Wellen hin und her geschaukelt wurden. Nach dem Schnorcheln gab es ein leckeres Mittagessen auf der Insel. Es gab das typische Essen für Belize und zwar Hühnchen mit Rice and Beans und Coleslaw. Lecker! 🙂

Schnorcheln im Caye Caulker Marine Reserve

Direkt vor der Insel befindet sich seit 1989 das gleichnamige Caye Caulker Marine Reserve. Hier haben wir mit Reef Friendly Tours einen Schnorchelausflug hin unternommen und er war klasse. Lustigerweise waren zwei Mitschnorchlerinnen vom vorherigen Ausflug nach Goff´s Caye mit uns in einer Gruppe und so starteten wir zu viert mit einem sehr netten Guide namens Ramsey. Nach einer kurzen Fahrt und vielen lustigen Geschichten kamen wir schon am ersten Schnorchelspot an. Es war etwas wellig und an manchen Stellen war das Wasser sehr flach weshalb man aufpassen musste nicht an das Korallenriff zu kommen, aber eigentlich war es kein Problem. Wir sahen viele Fische und bunte Korallen.

Nach einiger Zeit fuhren wir weiter zum nächsten Spot und hier sahen wir ganz viele Ammenhaie und Stachelrochen. Ramsey erzählte uns das auch hier immer wieder die Tiere gefüttert wurden und sie deshalb herkommen und das die Geschichte mit den Fischern die ihre Boote sauber machten und die Tiere wegen den Resten kommen wirklich war ist! Wir waren so froh so viele Tiere sehen zu können ohne irgendwen zu füttern.

Auf dem Weg zum dritten Schnorchelspot gab es frische Früchte (Orangen, Ananas und Wassermelone) und dann erreichten wir den dritten Ort. Die beiden Damen wollten nicht mehr und so stiegen Ruben und ich alleine ins Wasser um das Riff zu erkunden. Was für ein Glück denn nachdem ich im Wasser war sah ich das der Akku der GoPro leer war. Ich wollte ihn noch wechseln hatte es aber bei den ganzen Geschichten von Ramsey vergessen. Die beiden Damen auf dem Boot und Ramsey (alle hatten trockenere Hände als ich im Meer) halfen mir während ich komisch über der Bootswand hing (halb im Wasser und halb draußen) den Akku zu wechseln. Das Gespräch begann mit: “ Die GoPro ist leer!“ „Die Was? Ok Wie können wir dir helfen?“. Andrea weiß leider nicht was Akku auf Englisch heißt und kann nicht erklären wie man die Go Pro öffnet. Aber da alle sehr bemüht waren mir zu helfen während wir über meine „Hängeaktion“ lachten, bekamen wir den Akku doch noch gewechselt! Ruben mal wieder zu anständig von der Aktion ein Foto zu machen fragte sich auch wie lange man denn brauchen kann um einen Akku zu wechseln und dann ging es auch schon los! Oh mann ich hattte drei Tage lang Muskelkater….

Also schnorchelten Ruben und ich los und genossen die schönen Korallen, bunten Fische und einen Ammenhai der im Gras lag und schlief. Wir schnorchelten durch ein Labyrinth an Korallen denn immer mal wieder wurde es so flach das wir lieber einen anderen Weg nahmen. Einmal als ich nachschaute wo Ruben war und mich wunderte wie er da hingekommen war, machte ich mir wie üblich über Wasser einen Plan und als ich nach unten schaute bekam ich einen riesen Schreck! In dem Moment als ich meinen Kopf wieder unter Wasser machte, sah ich wie ein großer Adlerrochen direkt auf mich zu schwamm! Und er war nur noch ein paar Meter direkt vor mir! Ich hatte mich so erschrocken das ich unter Wasser in meinen Schnorchel schrie und er ganz gemächlich neben mir vorbeischwamm. Ich war total erschrocken das er überhaupt da war und dann auch noch so nah. Es war schön denn ich finde die Adlerrochen faszinierend, aber er überraschte mich einfach und war wirklich groß. 😉

Wir hatten viel Zeit im Wasser und es war ein Ausflug genau nach unserem Geschmack. Einfach und mit ganz viel Zeit im Wasser. Es hätte nicht besser laufen können! Glücklich fuhren wir wieder zurück.

Wir hatten gehofft noch einen Nightsnorkeling Ausflug machen zu können, aber leider hatten sich nicht genug Leute gefunden und der Ausflug fand nicht statt. Das wäre allerdings auf jeden Fall noch etwas was wir uns für die Zukunft merken würden.

Sonnenuntergang und ein riesiger.....

An unserem letzten Abend in Caye Caulker haben wir mal wieder einer der besten Sachen entdeckt. Wir kamen an einem Steg vorbei und gingen auf das Ende zu. Wir beobachteten ein Krebs im Wasser und machten Fotos. Plötzlich meinte Ruben nur „sieh mal ein Rochen“! und tatsächlich ein unglaublich großer Stachelrochen schwamm direkt auf den Steg zu. Er war wirklich sehr groß und auf jeden Fall mit Abstand der größte den wir je gesehen hatten! Wir machten ein Foto aber der Moment wo er auf uns zu schwamm und man seine komplette Größe sehen und realisieren konnte war vorbei. Er verschwand unter einem Boot und war weg. Nach kurzer Zeit kamen noch kleine gelbe Rochen die wir auch noch nicht sooo oft gesehen hatten (Jamaika-Stachelrochen) und weitere Krebse. Wir fotografierten so lange die Tiere vom Steg aus, bis doch tatsächlich die Sonne unterging. Der Sonnenuntergang war unglaublich schön und wir waren an dem Steg doch fast alleine! Wir genossen den Moment und freuten uns riesig das wir diesen schönen Ort gefunden hatten! 🙂  Was für ein Glück!

About Andrea

Page with Comments

  1. Liebe Andrea, lieber Ruben. Wie immer tolle Bilder und schöne Berichte. Adlerrochen sind auch meine liebsten Fische. Lasst es euch weiterhin gut gehen und genießt das Verweilen und Reisen. Herzliche Grüße von Silke und Tomas

    1. Hallo Silke und Thomas,
      Wir freuen uns sehr daß ihr auf unserer Webseite vorbeischaut und es euch auch noch gefällt!
      Ja die Begegnungen mit Adlerrochen sind immer wieder sehr faszinierend… Wir genießen es immernoch sehr reisen zu können und haben noch lange nicht genug.
      Gaaanz liebe Grüße nach Leutershausen!!
      Eure Andrea und Ruben 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.