#35 Caracol, Rio Frío Cave und natural Pools

#35 Caracol, Rio Frío Cave und natural Pools

Caracol

Wir machten eine Tour mit „Maya Walk Tours“ welches ein Tourenanbieter ist, der nicht gerade der günstigste ist. Aber sehr zu empfehlen! Wir haben es nicht bereut. Bei allen Ausflügen waren wir die Ersten (ja dafür steht Andrea sogar „gerne“ früh auf) und die Guides waren unglaublich nett, hilfsbereit und kompetent! Unser erster Ausflug ging nach….


…Caracol
Früh machten wir uns auf denn eine lange (3h) und sehr holprige Fahrt stand uns bevor, da unser Weg (ca.83 km von San Ignacio entfernt) erst in den Mountain Pine Ridge Forest Reserve und dann in den Chiquibul Forest Reserve führte und die Straße nicht wirklich eine Straße ist. Es gibt Brücken ohne Seitenbegrenzung, tiefe Löcher im Boden und riesige Senken. Ein Teil der Straße wurde schon erneuert weshalb jetzt natürlich alles viel besser geht. Wir waren sehr froh das wir die alte Straße nicht mitbekommen haben denn der Guide erzählte uns das es vorher noch länger dauerte und manchmal wenn es geregnet hatte stand alles unter Wasser.

Ruben und ich waren sehr glücklich daß wir die Tour gebucht hatten, denn ein Auto mieten und es zu versichern wäre bestimmt teuer gewesen, wir hätten für diese Strecke ewig gebraucht und so waren wir tatsächlich einer der ersten Besucher und auch nur eine Gruppe von 5 Personen an diesem Tag. Wir hätten den Weg echt nicht alleine fahren wollen. In der Vergangenheit gab es wohl gelegentlich auch mal bewaffnete Raubüberfälle auf Touristenfahrzeuge und daraufhin Konvois zu bestimmten Zeiten. Heute gibt es diese begleiteten Konvois wohl immernoch aber die Rangers sind eher da um Unfälle zu vermeiden. Wir wissen es nicht genau und wollten es auch garnicht herausfinden, denn wir waren von unserer Tour sehr begeistert. Die Führung war super, sehr informativ und wir hatten sogar genug Zeit alle Ruinen zu erklimmen die wir wollten. Es war Klasse! Wir bekamen sehr leckeres Essen (es gibt überall Picknickbänke und Tische was wir Klasse finden) und wir konnten sogar Brüllaffen sehen. Andrea ist immernoch begeistert wie beim ersten Mal und macht tausende von Fotos. 🙂


Caracol liegt mitten im Wald und vieles der einst größten und wichtigsten Mayastadt im heutigen Belize ist nicht freigelegt sondern schlummert noch unter dem Dschungel. Es finden immer wieder Ausgrabungen statt aber dies dauert seine Zeit. Am Eingang der Mayaruine wurde ein neues Museum erbaut, welches einige Stelen und Altäre beherbergt die hier gefunden wurden. Es gab interessante Steine mit Maya Schrift zu sehen und unser Guide konnte einiges „übersetzen“. Sie erzählen die Geschichte der Stadt und zeigt eine Liste der verschiedenen Herrscher. Geschichtliche Ereignisse wurden so dokumentiert und erzählen sogar von noch unentdeckten Mayastädten.

Ausser der Geschichte dieser Stadt ist die Lage im Dschungel mit der Möglichkeit viele Tiere und auch Vögel zu beobachten etwas ganz besonderes in Caracol. Ich dachte es mir und erfuhr, dass es den Menschen hier auch sehr bewusst ist, das die Abgeschiedenheit und die schwer zu erreichende Lage mitten im Dschungel von großem Vorteil ist. Wenn es leicht zu erreichen wäre, gäbe es hier wahrscheinlich ziemlich viele Menschen und wir wären nicht fast die einzigen Besucher gewesen.

Das Highlight eines Caracolbesuches ist mit Sicherheit Caana (Sky Place) welches das höchste Gebäude in Belize ist. Weiterhin gibt es ein sehr interessantes Grab, in dem höchst wahrscheinlich Lady Batz‘ Ek aus Calakmul ihre letzte Ruhe fand. Calakmul und Tikal waren in dieser Zeit stets verfeindet und auf der Suche nach Verbündeten. Man vermutet Calakmul versuchte mit dieser Heirat die Verbindung zu stärken.

Natürlich gab es in Caracol Ballspielplätze zu sehen und einige Wasserreservoirs die wir so zuvor noch nicht kennengelernt hatten.

Wir konnten auch wie schon einige Male zuvor einen großen Ceiba Baum bestaunen der für die Maya heilig war und eine sehr wichtige Bedeutung hatte. Sie glaubten daran, dass der Ceiba Baum das Universum darstellte. Die Wurzeln des Baumes welche weit nach unten reichen symbolisieren die Unterwelt ( Xibalbá), der Stamm den Bereich wo die Menschen leben also die Mittelwelt und die Baumkronen hoch oben im Himmel die Oberwelt mit den Göttern. Dieser Ceiba Baum in Caracol war besonders groß und beeindruckend für uns!

Rio Frío Cave

Auf dem Rückweg hielten wir noch an der Rio Frío Cave und konnten sogar noch hinein gehen. Unser Guide beleuchtete interessante Felsabschnitte und wir sahen sogar ein paar Fledermäuse. Es war sehr interessant in die Höhle hineinzugehen denn es gab nicht nur verschiedene Felsformationen und Farben zu sehen, sondern auch große Stalakmiten und Stalaktiten.

Natural Pools

Der nächste Stopp und auch der letzte bevor wir die Rückfahrt begannen war an den nature Pools im Mountain Pine Ridge Forest Reserve. Zuerst waren wir skeptisch. Wir wollten nicht irgendwo „planschen gehen“ und weniger Zeit an den Ruinen haben, aber ich muss sagen das die Zeit in Caracol sogar für uns ausreichend war (das erste Mal so wirklich bei einer Führung, sonst hätten wir meist gerne mehr Zeit gehabt). Und als wir an den natürlichen Pools ankamen waren da garnicht so viele andere Besucher. Es war sehr natürlich und schön! Wir erfrischten uns um dann zurück nach San Ignacio zu fahren.
Unser Fazit: Ja, eine Tour ist teuer aber es hat sich diesmal total gelohnt! Wir sind lieber auch auf eigene Faust unterwegs aber hier war es so genau richtig. Die Gruppe war klein, wir konnten viel mitbestimmen, waren früh also als erste da, hatten ein leckeres Mittagessen und einen super Guide! Wir würden es wieder so machen!

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